Studieninhalte

Die Studieninhalte umfassen einerseits politikwissenschaftliche Studien an der Hochschule für Politik München – Bavarian School of Public Policy und andererseits journalistische Studien an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation München, die eine sinnvolle Ergänzung des Studiums der Politikwissenschaft darstellen.

  

I) Politikwissenschaft:

Bezeichnet Politik das Handeln in öffentlichen Angelegenheiten (res publicae), so zielt die Wissenschaft von der Politik auf die theoretische Durchdringung dieses praktischen Handelns. Politikwissenschaft ist der methodische Versuch, die Fülle politischer Phänomene zu strukturieren und zu analysieren, um die Ergebnisse dieser Bemühungen Anderen zu vermitteln. Als "Integrationswissenschaft" (Ernst Fraenkel) oder "synoptische Wissenschaft" (Arnold Bergstraesser) wurde sie deshalb treffend charakterisiert. Das besondere Profil der "Hochschule für Politik München – Bavarian School of Public Policy" ergibt sich aus der Bündelung von vier Einzeldisziplinen zu einem stimmigen Ganzen. 

Die Theorie der Politik sucht die Fundamente des politischen Handelns freizulegen. Ihr Gegenstand sind die normativen Prinzipien des Zusammenlebens. Sie diskutiert Begriffe wie Freiheit und Gerechtigkeit, Macht und Gewalt, bemüht sich um die Klärung des Verhältnisses von Gemeinschaft, Gesellschaft und Staat und untersucht Entstehung, Funktion und Folgen von geistesgeschichtlichen Strömungen wie Liberalismus, Konservatismus, Marxismus, Sozialismus, Anarchismus und Totalitarismus. In methodischer Hinsicht konzentriert sie sich auf die Analyse dieser Fundamentalbegriffe sowie auf das Studium und die Interpretation der politischen Theorien herausragender Denkerinnen und Denker von der Antike bis zur Gegenwart (Aristoteles, Thomas von Aquin, Machiavelli, Hobbes, Kant, Hegel, Marx, Schmitt u.a.).

Der Lehrbereich Recht und Staat widmet sich der Lehre von den politischen Systemen und damit der primär empirisch verfahrenden Analyse politischer Institutionen, Strukturen und Prozesse. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der politischen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland. Ausgehend vom Grundgesetz werden Aufbau und Funktionsweise des modernen Staates dargestellt. Das Interesse gilt dabei Prinzipien wie Gewaltenteilung, Grundrechten, den Bundesorganen, dem Zusammenwirken von Bund und Ländern sowie den Formen der Teilhabe der Bevölkerung am politischen Prozess durch Wahlen, Parteien und Verbände. Das für den deutschen Staat fundamentale Prinzip des Föderalismus wird am Beispiel der politischen Ordnung Bayerns und ihrer Besonderheiten diskutiert. Auch die Europäische Union ist Gegenstand dieses Lehrbereichs. Dabei wird dem juristisch-normativen Rahmen auf den genannten drei Ebenen besondere Beachtung geschenkt.

Der Lehrbereich Wirtschaft und Gesellschaft setzt sich sowohl mit den theoretischen Grundlagen der Volkswirtschaftslehre als auch mit den praktischen Grundfragen der Wirtschaftspolitik auseinander. Im Vordergrund stehen die grundlegenden Phänomene der Mikro- und Makroökonomie. Spezielle Lehrveranstaltungen befassen sich mit der Wirtschaftspolitik, ihren Trägern, Zielen, Instrumenten und ideologischen Begründungen (Merkantilismus, klassischer Liberalismus, Marxismus, Neomerkantilismus und Neoliberalismus). Das Fach "Wirtschaftssysteme im Vergleich" analysiert anhand von Effizienzkriterien die unterschiedlichen Wirtschaftssysteme in verschiedenen Staaten der Welt im Hinblick auf ihre je spezifische Leistungsfähigkeit. Soziologische und kommunikationswissenschaftliche Lehrveranstaltungen ergänzen das Lehrangebot.

Zentraler Gegenstand des Lehrbereichs Internationale Politik und Neueste Geschichte sind die Außenbeziehungen des politischen Systems und das Zusammenspiel der Außenpolitiken mehrerer Staaten. Markant sind dabei zwei Besonderheiten der Internationalen Politik: erstens das Fehlen allgemein akzeptierter übergreifender Institutionen mit Sanktionsgewalt, und zweitens das Auftreten der einzelnen Nationalstaaten mit dem Anspruch der Souveränität und der Gleichberechtigung. Ein vertieftes Verständnis der Internationalen Politik verlangt daher nicht nur das Studium der wichtigsten Vorschriften des Völkerrechts, sondern vor allem das Studium der Neuesten Geschichte (seit der Französischen Revolution). Die Kenntnis historischer Zusammenhänge vermittelt vor dem Hintergrund der wichtigsten supranationalen und internationalen Organisationen (z.B. EU, UNO, NATO) sowie der bedeutendsten Theorien der Internationalen Politik (z.B. Idealismus, Realismus) Maßstäbe, die die Bildung eines differenzierten Urteils ermöglichen.

  

II) Journalistik:

Die Hochschule für Politik München – Bavarian School of Public Policy bietet ihren Studierenden in Kooperation mit der MHMK München, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, das Studium der Journalistik an. Studierende der HfP werden als ordentliche Studierende im Zweitstudium an der MHMK eingeschrieben und können ausgewählte Module des Bachelorstudiengangs Journalistik besuchen. Die erfolgreiche Teilnahme aller Module wird mit einem Zertifikat der MHMK qualifiziert.

Weitere Informationen bezüglich des Zweitstudiums sind hier zu finden.