Studienaufbau

Der Diplomstudiengang der Politikwissenschaft (letztmalig zum WS 2013/14) ist in die zwei selbständigen Einheiten des Grund- und des Hauptstudiums untergliedert. Das Grundstudium bildet einerseits die Vorstufe für das Hauptstudium, andererseits kann es auch als eine in sich abgeschlossene Ausbildung mit eigenem Studienabschluss absolviert werden. Beide erstrecken sich auf alle vier Lehrbereiche. Während der Regelstudienzeit von vier Semestern für das Grundstudium und fünf Semestern für das Hauptstudium (Prüfungssemester inklusive) sind alle Studierenden angehalten, in jedem Lehrbereich Veranstaltungen zu besuchen und Prüfungen abzulegen.

Im Grundstudium werden die politikwissenschaftlichen Grundkenntnisse auf dem Gebiet der vier Lehrbereiche vermittelt. Zu unterscheiden sind Grundkurse und Proseminare. In den Grundkursen und in den Proseminaren besteht die Möglichkeit, Leistungen durch den Erwerb so genannter "Scheine" nachzuweisen. Ein Grundkurs besteht gewöhnlich aus einer Anzahl von Vorlesungen, die während eines Semesters von einer Dozentin oder einem Dozenten zu einem bestimmten Thema abgehalten werden; der Grundkurs kann am Ende des Semesters mit einer Klausurarbeit abgeschlossen werden. Das Proseminar zeichnet sich dadurch aus, dass die Studierenden zu einzelnen vorgegebenen Themen Referate halten, die in der Lehrveranstaltung gemeinsam besprochen werden und anschließend schriftlich ausgearbeitet werden können.

Im Hauptstudium treten an die Stelle der Grundkurse Vorlesungen und an die Stelle der Proseminare Hauptseminare. Eine Vorlesung behandelt, wie der dem Grundstudium zugeordnete Grundkurs, einen abgegrenzten Themenbereich, hat jedoch meist eine speziellere Perspektive und engere Fragestellung. Im Hauptseminar wird, ähnlich wie im Proseminar, ein bestimmtes Thema durch Referat und anschließende Diskussion gemeinsam erarbeitet. Erhöhte intellektuelle Anforderungen sowohl in den einzelnen Seminarsitzungen als auch bezüglich der schriftlichen Ausarbeitung des Referats grenzen das Hauptseminar vom Proseminar ab.

Bei der Wahl der Lehrveranstaltungen sind die Studierenden frei. Doch muss bei der Anmeldung zur Diplom-Vorprüfung bzw. zur Abschlussprüfung (von den insgesamt acht Scheinen) aus jedem der vier Lehrbereiche mindestens ein Grundkurs- oder Proseminarschein vorgelegt werden. Die während des Hauptstudiums zu erwerbenden vier Hauptseminarscheine müssen mindestens drei verschiedenen Lehrbereichen entstammen. Die Teilnahme an einem Hauptseminar setzt den zeitlich vorangegangenen Besuch einer Vorlesung aus demselben Lehrbereich voraus.