Studienabschlüsse und Prüfungsmodalitäten

Die Hochschule bietet insgesamt drei verschiedene Studienabschlüsse an, darunter letztmalig zum WS 2013/14 den Interdisziplinären Studiengang der Politikwissenschaft mit Abschluss Diplomaticus scientiae politicae Universitatis.

Studierende mit Hochschulzugangsberechtigung (allgemeine Hochschulreife, abgeschlossenes Fachhochschulstudium, Feststellungsprüfung nach ausländischem Schulabschluss, Begabtenreifeprüfung u.a.) unterziehen sich nach einer Dauer von durchschnittlich vier Semestern einer Diplom-Vorprüfung, deren Bestehen ihnen die Fortsetzung ihres Studiums im Hauptstudium ermöglicht. Das Hauptstudium wird nach einer Regelstudienzeit von neun Semestern abgeschlossen; dadurch wird der von der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität München verliehene akademische Grad des "Diplomaticus scientiae politicae Universitatis" (Dipl.sc.pol.Univ.) erworben. Interessierte ohne Hochschulzugangsberechtigung können das Studium an der Hochschule nach bestandener Aufnahmeprüfung beginnen. Sie unterziehen sich nach Ablauf des Grundstudiums, für das in diesem Fall insgesamt sechs Semester vorgesehen sind, einer "Abschlussprüfung nach dem Grundstudium", mit der ihr Studium zunächst endet. Sollten sie am Erwerb des akademischen Diploms interessiert sein, müssen sie die Hochschulzugangsberechtigung erwerben; für die Vorbereitung auf die Begabtenreifeprüfung werden an der Hochschule regelmäßig besondere Arbeitsgemeinschaften angeboten. Nach Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung kann die "Abschlussprüfung" durch Ablegung einer Zusatzprüfung in die Diplom-Vorprüfung umgewandelt werden; für das weitere Studium werden alle an der Hochschule schon erbrachten Studiensemester anerkannt.

Für die Meldung zur Diplom-Vorprüfung wie auch zur Abschlussprüfung nach dem Grundstudium ist der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an sechs Grundkursen und zwei Proseminaren erforderlich. Für die Meldung zur Diplomprüfung ist darüber hinaus die erfolgreiche Teilnahme an vier Hauptseminaren nachzuweisen. Sämtliche Hochschulprüfungen erstrecken sich auf alle vier Lehrbereiche; die Abwahl eines Lehrbereichs ist nicht möglich. Die Fragen in den Hochschulprüfungen nehmen auf die an der Hochschule abgehaltenen Lehrveranstaltungen Bezug, beschränken sich jedoch nicht auf den dort behandelten Stoff. Die Lektüre der einschlägigen Werke aus dem Bereich der vier Disziplinen ist daher für ein erfolgreiches Studium unerlässlich.

Die Abschlussprüfung nach dem Grundstudium besteht aus zwei vierstündigen Klausurarbeiten, wobei die Lehrbereiche, in denen die Klausuren geschrieben werden, von den Studierenden selbst ausgewählt werden können. Die Prüfungsfächer, in denen keine Klausur geschrieben wurde, sind Gegenstand eines mündlichen Prüfungsgesprächs. Die Diplom-Vorprüfung besteht aus drei vierstündigen Klausurarbeiten und drei mündlichen Prüfungen. Die Studierenden schreiben in drei Lehrbereichen eine Klausur; im vierten Lehrbereich sowie in den Fachgebieten "Die politische und rechtliche Ordnung in Deutschland" sowie "Wirtschaftssysteme im Vergleich" unterziehen sie sich einer mündlichen Prüfung. Alle Prüfungen haben dasselbe Gewicht. Die Diplomprüfung schließlich besteht erstens aus einer Diplomarbeit, zweitens aus fünf fünfstündigen Klausurarbeiten, sowie drittens aus vier mündlichen Prüfungen. Die Gesamtnote setzt sich als arithmetisches Mittel aus den drei gleich gewichteten Prüfungsteilen der Diplomarbeit (1/3), der Klausuren (1/3) und der mündlichen Prüfungen (1/3) zusammen. Nach Bestehen der Diplomprüfung wird das Diplom-Zeugnis erteilt, das bei entsprechender Gesamtnote die Voraussetzung für eine Promotion bildet.

Die Absolventinnen und Absolventen erhalten auf Wunsch eine schriftliche Bestätigung, aus der sich ergibt, dass der akademische Diplomgrad einem entsprechenden Universitäts-Master-Grad zumindest gleichwertig ist.