Veröffentlichungen

Zusätzlich zu ihrem Engagement in der akademischen Lehre und der Durchführung wissenschaftlicher Tagungen und Exkursionen gibt die Hochschule für Politik München – Bavarian School of Public Policy die Vierteljahresschrift "Zeitschrift für Politik" und zwei Schriftenreihen heraus.

Die "Zeitschrift für Politik" (ZfP) wurde von Adolf Grabowsky und Richard Schmidt im Jahre 1907 gegründet. Sie ist damit die älteste politikwissenschaftliche Zeitschrift in Deutschland. Im Dritten Reich ein Opfer der nationalsozialistischen Gleichschaltungspolitik, wurde sie 1945 eingestellt und 1954 wieder gegründet. In Zusammenarbeit mit der "Deutschen Vereinigung für die Wissenschaft der Politik" und unter dem Herausgeberkollegium der Remigranten Adolf Grabowsky, Alexander Rüstow und Otto Suhr suchte die "Zeitschrift für Politik – Neue Folge" die nun als Demokratiewissenschaft verstandene Politikwissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1960 schuf sich die Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft unter dem Titel "Politische Vierteljahresschrift" (PVS) ihre eigene Zeitschrift. Der damalige Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Helmut Kuhn, ergriff im selben Jahr die Gelegenheit und holte die traditionsreiche "Zeitschrift für Politik" als "Wissenschaftliches Organ der Hochschule für Politik München" an die Isar. Verantwortliche Redakteure der Zeitschrift waren von 1960 bis 1983 der Syndikus der Hochschule, Dr. Alfred Jüttner, anschließend Prof. Dr. Henning Ottmann. Von 1987 bis 2005 oblag dieses Amt Prof. Dr. Karl-Heinz Nusser, und zwischen 2005 und 2007 Prof. Dr. Hans-Martin Schönherr-Mann. Seit 2008 ist Dr. Andreas Vierecke Schriftleiter der ZfP. Die Entscheidung über die Annahme der - im Doppel-Blind-Verfahren beurteilten - Manuskripte treffen die Herausgeberin und Herausgeber. Herausgeberin und Herausgeber der ZfP sind gegenwärtig: Prof. Dr. Maurizio Bach (Universität Passau); Prof. Dr. Dr. Manfred Brocker (Universität Eichstätt-Ingolstadt); Prof. Dr. Franz Knöpfle (Universität Augsburg); Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter (Universität Passau); Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer (Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen) Prof. Dr. Theo Stammen, (Universität Augsburg); Prof. Dr. Rupert Stettner (Universität der Bundeswehr München, Rektor der Hochschule für Politik München – Bavarian School of Public Policy); Prof. Dr. Roland Sturm (Universität Erlangen-Nürnberg); Prof. Dr. Hans Wagner (Universität München); Prof. Dr. Wulfdiether Zippel (Technische Universität München). Herausgeberin und Herausgeber sowie Schriftleitung werden von einem aus international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bestehenden Wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Das aktuelle Profil der Zeitschrift ergibt sich aus den Fragestellungen der heutigen Politikwissenschaft und aus der politischen Relevanz philosophischer, religiöser sowie geistes- und sozialwissenschaftlicher Entwicklungen. Zu den Schwerpunkten zählen die bewegenden politischen Herausforderungen der Gegenwart, die Bedeutung moralisch-religiöser Werte für die Integration der Gesellschaft und aktuelle sozioökonomische Entwicklungen. Weitere Informationen finden sich unter www.zeitschrift-fuer-politik.de.

Seit dem Jahre 1962 gibt die Hochschule die "Schriftenreihe der Hochschule für Politische Wissenschaften München – Neue Folge" heraus. Diese in Zusammenarbeit mit dem Carl Heymanns Verlag herausgegebene Reihe möchte qualitativ herausragende Studien und wissenschaftliche Untersuchungen aus dem Bereich der praktischen Politik und des Rechts, aber auch Beiträge zur Theoriendiskussion der Gegenwart einer breiten Leserschaft zugänglich machen. Die Verfasserinnen und Verfasser der in der Schriftenreihe veröffentlichten Werke sind entweder Dozentinnen und Dozenten der Hochschule oder mit der Hochschule in Kontakt stehende Personen.
 
Die seit 1990 von der Hochschule herausgegebene Reihe "Junge Wissenschaft – Schriften der Hochschule für Politik München" gibt Absolventinnen und Absolventen, aber auch Dozentinnen und Dozenten der Hochschule Gelegenheit, qualitativ herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen und sie dadurch einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gewöhnlich handelt es sich dabei um ausgezeichnete Diplomarbeiten, die von Studierenden der Hochschule verfasst wurden. Die Reihe steht darüber hinaus auch für Forschungsprojekte offen, die von der Hochschule angeregt oder gefördert wurden.
 
Im Jahr 2008 wurde eine zusätzliche Schriftenreihe gegründet, die unter dem Namen "Sophos – Veröffentlichungen der Gesellschaft der Freunde der Hochschule für Politik München" von Thomas S. Knuth und Dr. Bernd Mayerhofer beim Münchener Herbert Utz Verlag herausgegeben wird. Nähere Informationen über Anliegen, Autorinnen und Autoren finden sich unter dem Menüpunkt Freunde und Förderer der Hochschule.